701, 501, 301
701, 501 und 301 sind die Klassiker unter
den Dart - Spielen und ist in jedem modernen
Spielautomaten
installiert. Jeder Spieler beginnt bei 701 (501, 301) Punkten - davon
werden jeweils die geworfenen Punkte abgezogen. Sieger ist, wer zuerst auf exakt
null Punkte kommt. Überworfen hat, wer mehr als die angezeigte Restpunktzahl
trifft. Dann fällt man auf die Punktezahl am Beginn der Runde zurück und der
nächste Spieler ist dran. Bis zu acht Spieler können reihum werfen (je nach Dartgerät, können mehr, oder weniger teilnehmen), das macht richtig Spaß, aber
701 (501, 301) eignet sich auch hervorragend fürs Einzeltraining.
Damit das Ausmachen (= checken) spannend wird, gibt's für den letzten Pfeil drei
verschiedene Möglichkeiten: Single Out (S.O.), Masters Out (M.O.) oder Double
Out (D.O.). Absolute Verschärfung zum Einstieg ist Double In (D.I.).
Single Out
Single Out (S.O.) heißt "Einfach aus" und ist die einfachste Variante. Man muss mit dem letzten Pfeil irgendwie auf Null kommen. Bei Rest 12 heißt das beispielsweise, es ist egal ob man mit Einfach - 12, die Doppel - 6 oder die Triple - 4 wirft. Witzigerweise mögen gerade Spitzenspieler das "einfache" Aus gar nicht, weil sie das Rechnen so gewöhnt sind, dass sie vor lauter kompliziert das Einfache vergessen: Hier liegt die Chance für Schwächere auf einen Überraschungs- Coup.
Masters Out
Masters Out (M.O.) spielen nicht nur Masters, sprich: die Meister unter den Dartern. Es ist die häufigste Variante, Der letzte Pfeil kann nur ausmachen, wenn er im Double - oder Triple - Ring oder im Bull's Eye landet. Das heißt: Man kann nur ausmachen, wenn die Restpunktzahl durch 2 oder 3 teilbar ist. Beispiel: Um von Rest 13 auszumachen braucht man zwei Pfeile. Den ersten, um beispielsweise auf 12 herunterzuspielen, den zweiten, für die Double - 6 oder Triple - 4.
Double Out
Double Out (D.O.) heißt "Doppelt aus", die Variante für Könner. Für den letzten Pfeil gelten nur Treffer im äußeren, im Double - Ring, und im Double Bull's Eye. Da droht der schwarze Rand ebenso nah wie die einfache Zahl. Pech, wenn man bei Rest 18 nur die 9 trifft, dann muss man sich erst wieder auf eine gerade Zahl herunterspielen. Deswegen peilen viele Spieler die 32 oder 16 an: Die lassen sich immer wieder durch 2 teilen.
Double In
Double IN (D.I.) zählt zur Rubrik "verschärfter" Einstieg. Die Pfeile zählen überhaupt erst, wenn man irgendein Segment im Double - Ring oder das Double Bull's Eye getroffen hat. der größte Feind beim D.I. sind die eigenen Nerven: Wer bleibt schon cool, wenn der Gegner nur noch 200 Punkte stehen hat, während einem selbst unerbittlich das rote 501 entgegenleuchtet, weil der Double - Ring einfach zu schmal ist? D.I. wird meistens mit D.O. kombiniert.
701, 501, 301 Doppel
Grundsätzlich kann man jede Spielvariante als Doppel spielen, eingeschlechtlich oder munter gemischt (Mixed). Selten werfen die beiden Spieler eines Doppels auf einen Zähler, spannender wird es, wenn jeder auf seinen eigenen Zähler wirft. Das muss bei Spielbeginn am Dartgerät entsprechend eingestellt werden. Gewonnen hat das Team, dessen Spieler als erster auf Null wirft. Das große Aber: Er darf dabei nicht gesperrt (man sagt auch: blockiert, frozen) sein, das heißt: Sein Partner darf nicht mehr Punkte haben, als die beiden Gegner zusammen. Macht ein gesperrter Spieler doch aus, fällt er auf die Punktzahl vor dem ersten Pfeil der Runde zurück. Wenn es kritisch wird, verzichten gesperrte Spieler deshalb oft auf den Wurf.
Triple
Beim Triple ist es üblich, dass zwei Männer und eine Frau eine Mannschaft bilden und reihum auf einen Zähler spielen, wobei die Damen grundsätzlich als erste werfen: Darter sind höfliche Sportler. Die beiden Frauen bullen aus, welche von ihnen beginnt.
301 Elimination
Tödliche Taktik ist hier gefragt, denn Elimination heißt auslöschen. Alle Spieler beginnen bei Null, das rettende Ziel ist 301, geworfene Punkte werden dazugezählt. Wird gar zu fleißig eliminiert und keiner erreicht 301, gewinnt, wer nach 10 oder 20 Runden die meisten Punkte hat. Eliminiert, das heißt: auf null Punkte gesetzt wird ein Spieler immer dann, wenn ein Gegner genau dieselbe Punktzahl erreicht. Wie beim "Mensch ärgere Dich nicht" gibt es also Jäger (die mit den niedrigen Punkten) und Gejagte (die schon näher beim Ziel = 301 sind). Erfolgreiche Jäger können in einer Runde mehrere Gegner abschießen, jedes Zwischenergebnis nach jedem Pfeil zählt. Sollten zwei Spieler eines Teams dieselbe Punktzahl haben, kann sie der Gegner mit einem Wurf eliminieren. Am meisten Spaß macht die Elimination - Jagd in einer großen Gruppe, also spielt am besten zu acht.
High Score
High Score - wörtlich übersetzt: hohe Punktzahl. Ziel: Mit sieben mal drei Pfeilen eine möglichst hohe Punktzahl erreichen. Die Taktik: Einfach immer die Treble - 20 treffen. Die Gefahr dabei: Die 1 liegt gleich daneben. Es ist nicht bekannt, ob das Maximum - Ergebnis 1260 (60 x 3 x 7) je von einem Spieler erreicht wurde.
Low Score
Low heißt niedrig und manchem mag es wenig interessant zu erscheinen, möglichst wenig Punkte zu treffen. Die Sache mit dem Tiefstapeln hat aber einen hervorragenden Trainingseffekt: Man legt die Fixierung auf die zentrale 20 ab, die bei manchen Spielern bisweilen zu einer Wurfblockade führt. Wer bei Low Score allerdings im schwarzen Rand sein Heil sucht, wird fürstlich enttäuscht: mit 50 Punkten. Wie High Score läuft auch Low Score über sieben Runden. Die optimale Puntzahl ist also 21 (1 x 3 x 7) was immerhin einfacher zu erreichen ist als die 1260 vom High Score.
Split Score
Beim Split Score geht es wieder um möglichst viele Punkte, neun Runden lang - allerdings kann man in jeder Runde nur in einem bestimmten Bereich punkten: 15, 16, Double - Ring, 17, 18, Trible - Ring, 19, 20, Bull's Eye.Double und Triple zählen auch, wenn es um die Zahlenfelder geht, beispielsweise kann man in der ersten Runde maximal 135 (3 x Triple - 15) erreichen. Landet keiner der drei Pfeile einer Runde im vorgegebenen Bereich, wird die bereits erspielte Punktzahl halbiert. Als Polster bekommt jeder Spieler 40 Punkte Startkapital.
Shanghai
Macht Spaß und ist ein optimales Trainingsspiel. Shanghai dauert normalerweise sieben Runden, der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt - außer ein anderer schafft vorher den "Shanghai", den Hattrick der Darter-Welt. Gepunktet wird natürlich nicht beliebig, sonst hätten wir ja High Score, sondern schön der Reihe nach: 1, 2, 3, ... im Optimalfall bis 20 plus Bull's Eye, was dann genau 21 Pfeile macht. Ihr dürft keinen Zähler auslassen. Einen Shanghai schafft, wer in einer Runde seine drei aufeinanderfolgenden Zahlen in drei unterschiedlichen Wertungsbereichen ( Single, Double und Triple ) landet. Ein Shanghai wäre also zum Beispiel: Double 3, Triple 4, Single 5.
Rapid Fire
Hier geht's um Zeit - und natürlich um Punkte. Wie bei High Score gewinnt der, der nach sieben Runden die höchste Punktzahl hat, bei Gleichstand hat der Spieler mit der längeren Restzeit die Nase vorn. Wie lange die Spieler Zeit haben, ihre drei Pfeile zu werfen, kann man am Beginn durch Drücken eines Segmentes auf der Dartscheibe festlegen. 1 gibt ein Intervall, 2 gibt zwei Intervalle, usw. bis Bull's Eye gibt 21 Intervalle Zeit. Wie lange ein Intervall dauert, ist je nach Dartgerät-Einstellung verschieden. Man kann für verschieden starke Spieler unterschiedliche Zeitintervalle wählen: kurze für die guten, lange für die schwächeren. Die Zeit läuft ab dem ersten Treffer und stoppt mit dem dritten Pfeil. Pfeile, die nach Ablauf der zeit geworfen werden, zählen nicht. Außerdem gibt das Dart-Gerät bei Rapid Fire auch noch vor, auf welche Felder gezielt werden muss. Punkten kann man nur in den jeweils angezeigten Zählern. Im Laufe der sieben Runden (=21 Pfeile) kommen allerdings bei allen Spielern alle Zähler einmal vor, nur eben in verschiedenen Reihenfolge.